Ab 2019 bietet die Musik- und Kunstschule auch Kurse und Workshops für Erwachsene an. Das geschieht in enger Kooperation mit der Volkshochschule

Betrachtete man in den letzten Wochen das Hauptgebäude der Musik-und Kunstschule, eingehüllt in Planen und Gerüst, könnte man annehmen, dass hier der Betrieb möglicherweise ruht. Doch weit gefehlt: Schweißtreibende Arbeit findet derzeit auch jenseits von Schaufel und Bagger hinter den Kulissen statt: Zum Jahresbeginn 2019 übernimmt die Muku, die bislang primär für die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen zuständig war, auch einen Großteil der Kreativ- Workshops und Kurse, die die Volkshochschule Bielefeld anbot.

Bei der VHS liegt der Fokus traditionell auf der Erwachsenenbildung. Durch die Zusammenführung kann die Musik- und Kunstschule nun alle Generationen, vom 2-jährigen Kind bis zu künstlerisch und musikalisch arbeitenden Senioren, Kurse, Workshops und fortlaufenden Unterricht anbieten. Darüber hinaus werden aus Sicht der Stadtverwaltung im kreativen Angebotsspektrum Doppelstrukturen vermieden.

Für die Musik- und Kunstschule, die mit rund 7.000 Schülern in drei Sparten bislang schon zu einer der größten Einrichtungen ihrer Art in Deutschland zählt, ist dies eine reizvolle Aufgabe, die bewältigt werden will. Das Team, das sich im Wesentlichen um den neuen Kursbereich kümmert besteht aus vier Personen: Kai Walkenhorst, der jüngst seine Arbeit in der Verwaltung aufgenommen hat. Er wird sich um Anmeldungen und Kundenanfragen kümmern. Annelena Balke leitet den Kursbereich Tanz und Theater. Rainer Krause leitet den Musikbereich inklusive Schnupperangebote und Dietrich Schulze die Kursangebote Kunst. 35 Dozenten, die bislang für die VHS tätig waren, wurden kontaktiert, Angebote, Uhrzeiten und Unterrichtsorte abgestimmt.

Glücklicherweise konnte das Muku-Team hier auf bewährte Strukturen der Volkshochschule und die Erfahrung von Anne Wellmann, Fachbereichsleitung der VHS zurückgreifen. Neben der breiten Kurspalette, die Interessierten angeboten wurde, bleiben auch die bekannten Unterrichtsstätten erhalten. So können die Ateliers im Ravensberger Park in Kooperation mit der VHS weiter genutzt werden, dezentrale Angebote, auch in Schulen, werden fortgeführt.

Informationen über das zukünftige Kursprogramm der Musik- und Kunstschule erhalten Kreative demnächst auch im Katalog der Volkshochschule und auf der Muku-Homepage. Noch arbeitet das Team unter Hochdruck an der Erstellung der Printmedien, an internen Arbeitsabläufen und der Anpassung der Schulsoftware für die große Aufgabe. Eigentlich heißt es jetzt nur noch Daumen drücken, dass ein gelungener Übergang gelingt.