Am 2. und 3.2.2018 wurde das Theaterstück Achterbahn auf der Bühne 9 der Musik- und Kunstschule aufgeführt.

Es war die Premiere des sehr mutigen und spannenden Stückes, das von der Gruppe selbst geschrieben und entwickelt wurde. 

Die emotionale Achterbahn, in die die 16-jährige Pauline gerät, nachdem sie erfährt dass sie schwanger ist, wird mitreißend dargestellt. Nicht nur ihre eigenen Hormone, die sie zwischen Pubertät und Schwangerschaft hin und her zerren, auch ihr Umfeld spielt verrückt. Steht ihr Freund zu ihr? Wie reagieren die Eltern? Und natürlich: Kann Sie noch mit ihren Freundinnen auf eine Party gehen oder ist das jetzt für immer vorbei?

Das Publikum reagierte betroffen, in vielen Szenen jedoch auch erheitert, wenn die teilweise komödiantischen Dialoge die Situation auf den Punkt trafen und so mancher sich wiedererkannte.Kurz vor Ende des Stückes fand sich das Publikum in der außergewöhnlichen Situation wieder, aktiv Paulines Entscheidung - pro oder kontra Abtreibung - und damit über den Ausgang des Stückes, fällen zu müssen: Durch den Eingang durch die linke oder rechte Tür. Gespannt wartete das Publikum auf den Ausgang der Geschickte, der an beiden Abenden (wenn auch knapp) gegen eine Abtreibung gefällt wurde.
Die NW schreibt: „So kann es sein im Leben und die Zuschauer bekommen die ganze Wucht der Problematik lebhaft mit – und dies nicht zuletzt durch die großartige Leistung der jungen Schauspieler.“

Das Stück wurde unter der Regie von Annelena Balke und Charlotte Bauer entwickelt. In der anderthalbjährigen Probenarbeit hat die Gruppe, die aus zehn Jugendlichen im Alter von 14-18 Jahren besteht, sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Zur Recherche gehörten Gespräche mit einer ehemaligen Profamilia-Mitarbeiterin genauso wie einer „Betroffenen“. Über Improvisation wurde das Stück, die Texte, die Rollen entwickelt.