Musik- und Kunstschule stellt neues Theaterprojekt "communicate.me" vor

Bielefeld (mkp). Die Schülerinnen Sarah, Muriel und Yonne wollen die Besten und die Schönsten sein. Wer nicht in ihr Weltbild passt, wir gnadenlos fertiggemacht - so auch Nadja, die kleine Schwester von Muriel. Nachdem die beiden Schwestern ihren Vater verloren haben, vergräbt sich die Jüngere zu Hause. Muriel und ihre Freundinnen machen sich lustig und schmieden einen Plan: In einem Internetchat geben sie sich als die "Lichtengel" aus und spielen mit Nadja ein Spiel - das böse endet.

"Communicate.me" ist das aktuelle Theaterprojekt in der Musik- und Kunstschule Bielefeld. Cybermobbing, sagt die Projektleiterin Annelena Balke, sei eins der Hauptthemen in dem Stück. Neben den fiesen Mobber-Mädchen spielen auch eine Gruppe von Skateboardfahrern und Handys eine wichtige Rolle in dem Stück von Ulrike Winkelmann. Generell geht es darum, "wie man dazugehört und wie Medien die zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen", sagt Balke.

Sophia Foukis spielt eine der gemeinen Mobberinnen. Mit dem Charakter ihrer Rolle kann sich die 17-Jährige gar nicht identifizieren: "Meine Freundinnen in dem Stück und ich müssen einfach andere Schüler runtermachen, damit wir uns besser fühlen. Eigentlich sind wir leere Menschen." Besonders schlimm sei die Vorgehensweise der Freundinnen. "Wir bewegen uns im Netz ja anonym, Nadja weiß nicht, von wem sie angeschrieben wird", sagt die Schülerin.

Im wahren Leben kennt Sophia Foukis das Thema Cybermobbing nur theoretisch: "Im Unterricht war das schon oft Thema." Erlebt habe sie so etwas im realen Leben jedoch noch nicht. Generell, so Tanzpädagogin Balke, seien die 13 jungen Schauspieler zwischen zwölf und 17 Jahren sehr ernst mit dem Thema umgegangen.

Aufgeführt wird das Stück am 12. und 14. November, jeweils um 19 Uhr im Theaterlabor Bielefeld.