MuKu führt zur Weihnachtszeit Kindermusical mit 100 Mitwirkenden auf

Seit 16 Monaten proben Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte der MuKu, der Stapenhorstschule und des Max-Planck-Gymnasiums für die Aufführungen des Musicals „Immanuel – Immanuel". Und nun ist es soweit: vom 15. bis zum 17. Dezember stehen drei Aufführungen auf großer Bühne im Kultur- und Kommunikationszentrum Sieker an.

Mit einer im wahrsten Sinne des Wortes „tierischen" Weihnachtsgeschichte bringt die Musik- und Kunstschule ihre erste Musicalproduktion speziell für Kinder auf die Bühne. Nach den großen Erfolgen der vergangenen Musicals, entschied man sich diesmal für ein Kindermusical aus der Feder von Dr. Wolfgang König und Veronika te Reh. Beide gehören zu den erfahrensten Kindermusicalautoren in Deutschland.

Das Stück schafft es, die Weihnachtsgeschichte mit viel Witz und trotzdem mit philosophischem Tiefgang zu erzählen. Die amüsante Geschichte spielt in Afrika. Sie handelt von den Tieren der Savanne: Das Warzenschwein Nigiri findet ein Stück Papier, auf dem die Weihnachtsbotschaft geschrieben steht. Um die seltsamen Zeichen auf dem Papier deuten zu können, wird die Brillenschlange Miwani zu Rate gezogen. Diese entziffert die Zeichen und verkündet, dass nun bald ein Immanuel geboren wird. Da aber wichtige Teile aus dem Papierstück fehlen, bleibt unklar, wer mit Immanuel gemeint ist.
Nun streiten sich natürlich alle darum, um welches Tier es sich handeln könnte. Jeder Vater und jede Mutter ist selbstverständlich davon überzeugt, dass es sich nur um den eigenen Sohn bzw. die Tochter handeln kann. Ein amüsanter Wettstreit entbrennt und wirft Fragen mit philosophischem Hintergrund auf. Trotzdem oder gerade deswegen entsteht eine unterhaltende, etwas andere Weihnachtsgeschichte, die aber genau in unsere Weihnachtszeit passt.

Ausschlaggebend für den Start eines Kindermusicals war das Casting im Januar 2016 für die PopOper „Tilda" in der Musik- und Kunstschule. Wie immer bewarben sich über 100 Personen um die wenigen Schauspiel- und Gesangsrollen. Nicht alle konnten eine Rolle bekommen. Besonders traurig war jedoch, dass so viele Kinder unter den Bewerbern waren, die großes zwar Talent zeigten, für die es jedoch bei Tilda keine Rolle gab. Also entschied man, dass es außer der PopOper (mit Jugendlichen und Erwachsenen Schauspielern) auch eine Produktion für Kinder und Jugendliche geben muss.
So ist es nicht verwunderlich, dass bei „Immanuel-Immanuel" viele hochtalentierte Schauspieler in jungem Alter auf der Bühne stehen. Die Jüngsten sind mit Melina und Elina gerade mal 5 Jahre alt. Doch Vorsicht, wer die Leistung der Jungtalente in Anbetracht des Alters unterschätzt. Immerhin proben die Schauspieler seit 16 Monaten einmal in der Woche zusammen und arbeiten mittlerweile schon ganz schön professionell miteinander. Auch sind dabei viele neue Bekanntschaften und Freundschaften unter den Mitwirkenden entstanden. Die acht köpfige Band begleitet die Gesangssolisten und hat dabei anspruchsvolle Arrangements zu meistern.

Koordination und Ablauf klappt trotz - oder sogar wegen - der Einbindung zweier Bielefelder Schulen erstaunlich reibungslos. Die Stapenhorst Grundschule und das Max-Planck-Gymnasium bereichern das Ensemble mit ihren Kinderchören, wobei im Fall der Stapenhorstschule Schulleiter Matthias Haße, es sich nicht nehmen ließ, persönlich den Chor zu leiten, in den Proben dabei zu sein und am Ende gar selbst mit zu singen.

Eine Kooperation, die die langjährige Zusammenarbeit der verschieden Schulen noch einmal auf ganz andere Weise mit Leben füllt und ein hochkarätiges Team über die Monate und Arbeitsphasen entstehen ließ: Anette Gebauer (Gesangslehrerin, MuKu), Alexandra Junghardt (Stimmbildung, MuKu), Irina Eicher (Chorleiterin, MPG), Matthias Haße (Schul- und Chorleiter, Stapenhorstschule), Sabrina Strunk (Kostüme, MuKu), Frederik Richts (musikalischer Leiter, MuKu), Sina Schneider (Schauspiel und Regie, MuKu), Dominik Potthast und Mona Stuckenbröker (Organisation, MuKu). Alle haben Wochen und Monate mit „ihren" Kindern zunächst alleine geübt und seit 10 Proben und einer intensiven Arbeitsphase in den Herbstferien üben alle zusammen. Doch anders als man es erwarten würde, wenn 100 Kinder zusammen treffen, entstand gar kein Chaos. Es wurde zusammen gegessen, gegrillt und dann wieder konzentriert geprobt: Ein Team und ein Zusammenhalt, wie es sich manch' ein Unternehmen wünschen würde.

Die, wie immer, aufwendigen und zahlreichen Organisationsaufgaben meistern Dominik Potthast und Mona Stuckenbröker, die in der MuKu als Veranstaltungskaufleute ausgebildet werden. Karten gibt es in der Musik- und Kunstschule und in der Touristik-Info am Niederwall zum Preis von 12,- und 7,- Euro (Kinder) erhältlich.

Aufführungen am Freitag, 15. Dezember um 17 Uhr
Samstag, 16. Dezember um 17 Uhr
Sonntag, 17. Dezember um 15 Uhr

Kultur- und Kommunikationszentrum Sieker
Meisenstraße 65 (eigener Parkplatz direkt daneben)