Pop-Oper: Über 200 Personen wirken in der dritten Großproduktion der Musik- und Kunstschule Bielefeld mit. "Tilda" handelt von großen Lebensträumen und wird im Februar in der Oetkerhalle aufgeführt

Bielefeld. Tilda ist der Name der Hauptfigur in der Pop-Oper, die die Musik- und Kunstschule im kommenden Februar auf die Bühne der Oetkerhalle bringen wird. Die Geschichte handelt von den Lebensträumen junger Menschen: Der eine möchte Popstar werden, ein anderer Fußballspieler und wieder andere träumen einfach nur von der großen Liebe.

Tilda ist noch auf der Schule. Sie selbst hat aber andere Vorstellungen von ihrer Zukunft, als ihre Lehrer und ihre Eltern: Sie träumt davon, einmal eine richtige Tänzerin zu werden. Einige machen sich darüber lustig und bezeichnen sie als "Traumtänzerin". Doch dann kommt der Tag, an dem sie die Schule schwänzt, um an einem großen Tanzcasting teilzunehmen.

Das kommt raus und sie muss zur Strafe nachsitzen. Zum Nachsitzen müssen auch andere Schüler, die ebenfalls von allem Möglichen träumen aber nicht von Schule - genau wie Tilda. Der Lehrer, Herr Steinbeiß, hat sich vorgenommen, der Schülergruppe die Augen für den "Ernst des Lebens" zu öffnen.

Es entsteht eine spannende Geschichte, in deren Verlauf sechs befreundete Schüler und Schülerinnen in das "Land der Wirklichkeit" reisen und dort auf Traumdealer und andere Gestalten treffen, die alle nicht an Träume glauben und wie ihr Lehrer, Herr Steinbeiß, den Jugendlichen den Ernst des Lebens beibringen wollen. Und tatsächlich verliert einer nach dem anderen den Glauben an seine Träume und Visionen. Bis auf Tilda.

Nach dem "Tanz um den Hexenkessel" in 2011 und "Ticket in die Vergangenheit" in 2014, ist "Tilda" nun die dritte Großproduktion der Musik- und Kunstschule. Über 200 Personen wirken mit und werden am Ende auf der Bühne stehen. Weil die Bühne für alle zu klein ist, werden die ersten 14 Stuhlreihen der Oetkerhalle ausgebaut, denn das Orchester wird vor der Bühne aufgebaut und besteht aus 60 Musikerinnen und Musikern. Der 50-köpfige Chor steht in einem Spezialgerüst, das eigens für die Vorstellungen auf die Bühne gebaut wird. Hinzu kommen 30 Tänzerinnen, 30 Schauspieler, Gesangssolisten und der Jugendchor der MuKu. Nicht auf der Bühne zu sehen, doch für eine Pop-Oper genauso wichtig, sind die Bühnen- und Kostümbildner, Techniker und das 16-köpfige Leitungsteam, bestehend aus Regie, musikalischer Leitung, Maske, Management, und natürlich auch Lehrern der Musik- und Kunstschule.

Da beim letzten Musical "Ticket in die Vergangenheit" alle Vorstellungen restlos ausverkauft waren, ist die Musik- und Kunstschule gespannt, ob auch bei dieser Produktion wieder insgesamt 6.000 Besucher in die fünf Vorstellungen strömen werden.

Eine Vorstellung ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt ausverkauft. Es handelt sich um die Schulvorstellung am Donnerstagvormittag. An den Vormittagen werden den Schulen Vorstellungen zu speziellen Preisen angeboten und der Leiter der Musik- und Kunstschule, Johannes Strzyzewski, der auch die Musik komponiert hat, besucht kurz vor den Aufführungen diejenigen Schulklassen, die mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in die Schulvorstellungen kommen um die Kinder und Jugendlichen auf die Vorstellungen vorzubereiten.

´ Karten für die Vorstellungen gibt es seit gestern an allen bekannten Vorverkaufsstellen in Bielefeld und in der Musik- und Kunstschule. Der Eintrittspreis beträgt 17 Euro. Schüler bekommen die Karten ermäßigt für 10 Euro.