Casting: Die Musik- und Kunstschule suchte am Wochenende Schauspieler und Sänger für ihre
Pop-Oper "Tilda". Diese soll 2017 aufgeführt werden. 130 Anmeldungen fürs Casting

Mitte (kg). In der Musik- und Kunstschule fand am Wochenende das Casting für die Pop-Oper "Tilda" statt. Alle drei Jahre führt die MuKu ein großes Projekt durch: Nachdem in den Jahren 2011 und 2014 ein Musical aufgeführt wurde, steht nun erstmals eine Pop-Oper auf dem Programmplan für das Jahr 2017. Bis die Oper ab dem 2. Februar 2017 drei Tage lang in der Oetkerhalle aufgeführt werden kann, müssen Schauspieler gefunden werden. Ein Jahr lang müssen sie proben.

130 Anmeldungen gab es für die beiden Castingtage, wobei am Samstag die Kategorien Gesang und Tanz und am Sonntag Gesang und Schauspiel gecastet wurden. Die Pop-Oper Tilda handelt davon, wie wichtig es für Kinder und Jugendliche ist, sich ihre Träume und Leidenschaften nicht nehmen zu lassen - seien sie auch noch so unrealistisch oder vermeintlich nutzlos.

Die Titelrolle Tilda und die sechs Hauptrollen sollen daher auch mit Schülern ab dem zwölften Lebensjahr besetzt werden. Daneben gibt es aber auch Rollen und Aufgaben für Erwachsene, die ebenfalls zu dem Casting kamen. "Insgesamt werden bis zu 250 Personen, darunter Schauspieler, die Organisation und das Orchester an der Pop-Oper beteiligt sein", sagte Laura Schiller von der MuKu.

Regisseur Gunther Möllmann, Schauspiel-Fachleiterin Annelena Balke und Regieassistentin Janine Sonst stellten sich der schweren Aufgabe, aus den zahlreichen Schauspiel-Anwärtern besondere Talente herauszusuchen. Auf ihrem Tisch lagen dazu Steckbriefe und Bilder der angemeldeten Teilnehmer, zu denen sie sich Notizen machten, während diese verschiedene Aufgaben absolvierten. So mussten sie durch den Raum laufen, irritierenderweise Kommandos gegenteilig ausführen oder an jeder Raumecke eine andere Emotion wie Wut, Angst, Freude und Trauer überzeugend rüberbringen. Danach wurden in Zweiergruppen Streitsituationen gespielt, gefolgt von einem abschließendem Einzelauftritt, bei dem die Teilnehmer einen Satz aus dem Stück mit viel Gefühl sprechen sollten.

"Es ist wichtig, dass die Schauspieler glaubwürdig sind, aus sich herausgehen können und eine besondere Ausstrahlung besitzen", sagte Möllmann. Nachdem die erste Gruppe am Sonntag alle Aufgaben durchlaufen hatte, war schnell klar: Die Entscheidung wird nicht leicht werden. Dennoch ist geplant, die Entscheidung der Rollenbesetzung im Laufe dieser Woche zu verkünden.