Zweite Sommerakademie an der Muku

VON UTA JOSTWERNER / FOTO: HANS-WERNER BÜSCHER

Bielefeld (uj). Urlaubsfeeling, ohne wegfahren zu müssen, das hat Sabine Leistner als Teilnehmerin der Sommerakademie Bielefeld gefunden. Im Kursus »Fernöstliche Malerei« kann sie in Ruhe ihrem Hobby nachgehen und gemeinsam mit Gleichgesinnten ihre kreative Ader ausleben.

»Diese Gelegenheit bietet sich einem sonst nicht in dieser konzentrierten Form«, weiß auch Gerlind Frink das Ferienangebot der Sparte Kunst an der Musik- und Kunstschule zu schätzen. Sie ist im Gegensatz zu Sabine Leistner Stammgast, hat an der Muku schon mehrfach Kurse belegt. Die Sommerakademie bietet ihr indes die Chance, eine Woche lang an einem Thema zu arbeiten. Im von Brigitte Fuhrmann-Mau geleiteten Kursus »Erinnerungen« findet die Teilnehmerin die nötige Zeit und Ruhe, in das Thema einzutauchen. Gerlind Frink hat sich dazu entschlossen, ihr Lieblingsthema »Rosen« in einer neuen Form zu visualisieren. »Ein Rosenkatalog war in meiner Kindheit mein liebstes Buch«, bekennt sie. Seither widmet sie sich in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder mal dem Rosenthema. Diesmal soll eine Serie in Katalogform entstehen. »Um nachzudenken und zu experimentieren, braucht man viel Zeit. Solch eine intensive Auseinandersetzung wäre in einem Kurs, der einmal pro Woche stattfindet, nicht möglich«, ist die Hobbykünstlerin überzeugt.

So wie ihr geht es vielen der insgesamt 125 Teilnehmer, die in dieser Woche bei der zweiten Sommerakademie einen Kreativkurs gebucht haben. Einen Raum weiter arbeitet eine Gruppe von Frauen an Portraitzeichnungen, nebenan üben sich Grundschüler darin, aus Kartons, Ästen und Joghurtbechern eine Schatzinsel zu basteln. Draußen vor der Tür formen Jugendliche und Erwachsene aus unbehauenem Stein figürliche und abstrakte Skulpturen. Bildhauer Markus Jung überwacht ihre Fortschritte und gibt Ratschläge. Und wie schon im Jahr zuvor geht es im Workshop »Rollentausch« bei Sabrina Strunk und Abine Töpler munter und fantasievoll zu. Aus Schminke und selbstgebauten Kostümen basteln sich die Teilnehmer eine neue Identität als Waldfee oder Wurzelgnom.

»Neun der insgesamt zehn Kurse sind ausgebucht«, freut sich Dietrich Schulze, Spartenleiter und Initiator der Sommerakademie, über den neuerlichen Erfolg. Interessierte Bürger sind am Freitag, 29. Juli, zwischen 11 und 14 Uhr eingeladen, die Ateliers zu besuchen und mit den Teilnehmern in Kontakt zu treten. Und möglicherweise kommen sie selbst dabei auf den Geschmack. Die nächste Sommerakademie kommt bestimmt.